Auf die Kameradschaft kommt es an

Eigenleistungen und die ersten Förderer

Um das Jahr 1960 herum gab es verschiedene Kleinbrände und viele Übungen für die Wettkämpfe und mit der Bundesbahn. Die Leistungen bei den Wettkämpfen war stets im Mittelfeld. Man war halt dabei gewesen.

Am 16. Juli 1964 wurde die Wehr zu dem Schnellzugunglück mit dem „Gambrinus“ gerufen. Mit den Feuerwehren Dreye, Lahausen und der Berufsfeuerwehr Bremen wurden die Verletzten gerettet und versorgt. Feuer gab es keins aber dennoch war der Sachschaden sehr hoch. Zu der Entgleisung führte ein signaltechnischer Fehler.

Schon am 01. März desselben Jahres kam es zu einer großen Katastrophe in Kirchweyhe. Beim Bohren nach Erdgas auf dem Betriebsgelände der Wintershall AG im Kirchweyher Bruch, brach bei einer Tiefe von 2375 m das Bohrgestänge. Nachdem man ca. 500 m des Bohrgestänge herausgezogen hatte, schoss mit ohrenbetäubenden Lärm und 800 bar das Erdgas explosionsartig empor. Es handelte sich um ein nicht giftiges, brennbares Erdgas. Im Umkreis von 1 km war das Rauchen, sowie offenes Feuer und Licht verboten. Nach vielen fehlgeschlagenen Versuchen, konnte das Bohrloch nach 30 Stunden mit einem speziell konstruierten Schieber verschlossen werden. Die weiträumige Absperrung wurde die ganze Zeit durch die Feuerwehr aufrecht erhalten.

Im Jahre 1965 wurde von der Kirchweyher Feuerwehr eine Werbung von Fördernden Mitgliedern gestartet, dessen Erfolg wider Erwarten gut war. Über 40 Einwohner erklärten sich bereit, für die Feuerwehr jährlich einen gewissen Betrag zu zahlen, unter der Bedingung, an den Festen der Feuerwehr teilnehmen zu dürfen, aber vom Dienst befreit zu sein. Nach diesem Schritt war die Wehr auch materiell nach allen Seiten frei und man bekam auch ein besseres Verhältnis zu vielen Bürgern. Der Kassenverwalter H. Behrens, bekannt als sparsamer Haushalter, war nun eher bereit, für irgendein Fest mehr zu opfern, als es bei sparsamer Kasse möglich war. Seit dieser Zeit gab bzw. gibt es ständig eine Kohl- und Pinkelfahrt, den Tanz in den Mai und im Herbst ein gemütliches Beisammensein mit Essen. Zwischendurch gab es noch Ausfahrten für Alterskameraden. Im Feuerwehrgerätehaus wurde in Eigenleistung ein großer Aufenthaltsraum geschaffen, wo Kommando- und Gruppensitzungen und feuerwehrtechnischer Unterricht stattfanden.

Es sollte noch erwähnt werden, dass sich aus den Reihen der Feuerwehr Kegelfreunde sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen zusammenfanden. Auf größeren Festen ist die Feuerwehrkameradschaft eine verschworene Gemeinschaft und sorgt für Stimmung. Ein einziges Mal, am 25. Juli 1965, fand auf dem Sportplatz ein Fußballspiel gegen den Schützenverein statt. Dieses löste sehr viel Heiterkeit aus. Der Reinertrag ging an das Rote Kreuz. In den Jahren 1966 bis 1968 ereignete sich außer diversen Einsätzen und die Teilnahme an den Wettkämpfen auf Kreis- und Gemeindeebene nichts Nennenswertes.  

Am 21.06.1969 erhielt die Feuerwehr Kirchweyhe erstmals ein Löschgruppenfahrzeug 8. Mit diesem Fahrzeug wurde die Schlagkraft der Feuerwehr Kirchweyhe erheblich verstärkt. Neben diversen Großbränden in Sudweyhe musste auch eine lebensmüde Person in Dreye gesucht werden. Diese wurde nach knapp 4 Stunden schlafend an der Weser aufgefunden. An den Wettbewerben nahm man mehr oder weniger erfolgreich teil.

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