Wasserrettungsgruppe beim Schleusen

Am Samstag, den 21. September 2019, trafen sich einige Kameraden der Wasserrettungsgruppe zu einer Ausfahrt mit dem Thema „Schleusen“, da der normale Übungsdienst für eine solche Aktion ein zu kleines Zeitfenster bietet.

Gleich geht es Abwärts

Bereits nach dem Wassern im Dreyer Hafen wurde über den Binnenschifffahrtsfunk Kontakt zur Weserschleuse Hemelingen aufgenommen. Zusammen mit einem direkt vor uns fahrenden Binnenschiff konnten wir umgehend in die große Schleuse einfahren und die 6 Meter Höhenunterschied zur Unterweser überwinden.

Unterweser Höhe Weserstadion

Die Schleuse Bremen-Hemelingen bildet die letzte Staustufe in der Weser vor der Nordsee. In der Unterweser hat man es daher mit Tidenhub und anderen Strömungsverhältnissen zu tun als in der Ober- bzw. Mittelweser.

Binnenschiff auf Unterweser

So ging die Fahrt Flussabwärts durch Bremen in Richtung Bremerhaven. An der Schlachte fand neben dem Kajenmarkt auch die Maritime Woche statt. Dadurch gab es in diesem Bereich ein erhöhtes Schiffsaufkommen.

Bremer Schlachte

Mit der Eisenbahnbrücke hinter der Stephaniebrücke (B75) endet die Binnenschifffahrtsstraße. Ab hier gibt es keine Brücken mehr über den Fluss und man befindet sich auf einer Seeschifffahrtsstraße, für die wiederum eine anderer Führerschein notwendig ist.

Wechsel von Binnen- zu Seeschifffahrtsstraße

Spätestens nachdem man die Bremer Kernstadt hinter sich gelassen hat merkt man als Bootsführer Veränderungen. Die Wellen werden länger und das Boot reagiert anders als bei uns vor der Haustür.

Vorbei am Hochofen und den Werften im Bremer Norden gibt es viele interessante Ausblicke von der Wasserseite. Am U-Boot-Bunker „Valentin“ haben wir die Wende eingeleitet und die Fahrt jetzt gegen die Strömung fortgesetzt.

Der U-Boot-Bunker „Valentin“

Wie im Straßenverkehr an Land gibt es auf den deutschen Wasserstraße Regeln zu beachten. Je nach Flusskilometer gibt es z.B. verschiedene Höchstgeschwindigkeiten. Gerade in dem Bremer Innenstadtbereich ist die Fahrt auf möglichst geringen Bug- und Wellenschlag auszulegen.

Rechtzeitig vor der Schleuse wurde über den Binnenschifffahrtsfunk wieder Kontakt aufgenommen. Da ein paar Kilometer hinter uns noch ein Binnenschiff ebenfalls „Zu Berg“ schleusen wollte hatten wir dieses Mal eine kurze Wartezeit bevor wir hinter dem Binnenschiff in die Schleusenkammer einfahren durften.

Einfahrt in die Schleuse
Gleich geht es wieder hinauf.
Leinenführung in der Schleuse

Die Fahrt brachte für die Bootsführer einen guten Blick über den eigenen Horizont und Sicherheit im Umgang mit dem Mehrzweckboot auch in unbekannteren Gewässern.

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