Die Jahres des zweiten Weltkriegs

Auswirkungen auf die Ortsfeuerwehr

Schon bald nach der sogenannten „Machtübernahme“ durch die Nationalsozialisten im Jahre 1933 sind die Auswirkungen auch bei der Freiwilligen Feuerwehr zu spüren. Anfang 1934 muss eine neue Satzung angenommen werden, in der viel von „opferwilliger Gefolgschaft im Sinne des nationalsozialistischen Staates, Gehorsam gegenüber dem Führer“ u. ä. die Rede ist, aber praktisch nichts mehr übrig blieb für das demokratische Selbstbestimmungsrecht innerhalb der Wehr. Das bisherige „Kommando“, das von den Mitgliedern gewählt wurde, wird nach dieser neuen Satzung umbenannt in „Führerrat“ und dieser wird nicht mehr gewählt, sondern „im Einvernehmen mit dem Ortspolizeiverwalter, dem Kreisfeuerwehrführer und dem Führer des Provinzialfeuerwehrverbandes aus den Reihen der Mitglieder ernannt und abberufen.“ Durch den Landrat des Kreises werden am 10.01.1935 8 Mitglieder der Ortsfeuerwehr Sudweyhe, u. a. auch der Brandmeister Heinrich Oetjen, zu Hilfspolizeibeamten ernannt. Dieses ist eine Auswirkung des neuen Feuerlöschgesetzes vom Febr. 1934.

Anfang 1939 werden von den Gemeinden Sudweyhe und Kirchweyhe Verhandlungen über die Anschaffung einer gemeinsamen „Motorspritze“ geführt, die aber schließlich zu dem Ergebnis führten, daß es besser sei, wenn jede Wehr ein modernes Löschfahrzeug erhalten würde.

Mit der Verschärfung des Luft- und Bombenkrieges steigerte sich zunehmend auch die Zahl der gefahrenen Einsätze, die ihren Höhepunkt in den Jahren 1943 bis 1945 erreichten, als auch nach den Bombenangriffen auf die Stadt Bremen laufend die Sudweyher Feuerwehr mit ausrücken musste, um noch mit zu retten, was noch irgend zu retten war. Selbst bis in die Nähe Hannovers, nach Misburg, rückten die Sudweyher, zusammen mit anderen Wehren des Kreises, noch aus.

Ab 1943 unterstehen die Feuerwehren der „SS- und Polizeigerichtsbarkeit“ und unterliegen damit auch den Militärstrafgesetzen.  

Nach Beendigung des II. Weltkrieges stand die Feuerwehr Sudweyhe praktisch vor dem Nichts. Viele Kameraden waren gefallen, eine Reihe noch in Kriegsgefangenschaft. Die Motorspritze war von der englischen Besatzungsmacht vereinnahmt worden. Unter Bemühungen einiger Feuerwehrmänner und der Gemeinde gelang es, eine zwar nicht neue, aber noch brauchbare Motorspritze zu beschaffen.

Datum:
21. November 2013
Geändert:
21. November 2013